Verfahren|

Hohe Reinheitsanforderungen bezüglich der Oberfläche von Teilen aus Metall oder Kunststoff bedürfen ein optimales Verfahren. In Verbindung mit entsprechenden Reinigungsmitteln ermitteln wir unter Berücksichtigung von Material, Bauteilgeometrie und Verschmutzung ein geeignetes Verfahren, um die geforderte Reinigungsqualität sicher zu stellen.

In unserem hauseigenen Technikum testen wir in enger Zusammenarbeit mit den Kunden das ideale Reinigungsverfahren.

Seit 27 Jahren reinigen wir für für die Automobilindustrie, OEM´s und deren Zulieferer Bauteile verschiedenster Materialien. Hohe Reinheitsanforderungen sind für uns keine Fremdworte.

Spritzreinigen

  • Wässriges Reinigungsmedium wird gezielt mit Hilfe von Düsen auf das Bauteil aufgebracht
  • Die hohe kinetische Energie des Wasserstrahls löst Verschmutzungen.
  • Drücke des Wasserstrahls erreichen 1 bis 60 bar (Niederdruckreinigen) bzw. 100 bis 200 bar (Hochdruckreinigen/-entgraten)
  • Die Düsen beeinflussen durch ihre Geometrie das Reinigungsverhalten: Impact, Strahlwinkel, Tropfengröße
  • Die Anordnung der Düsen zum Bauteil spielt eine wichtige Rolle
  • Je nach Bauteil ist auch eine Relativbewegung erforderlich, das kann z.B. bei Sacklöchern oder Hinterschneidungen erforderlich sein. Entweder das Bauteil, oder die Düse bewegt sich dabei.
  • Anwendung: für Bauteile aller Art geeignet

Tauchreinigen

  • Werkstück wird in ein Reinigungsmedium eingetaucht
  • Verunreinigungen wie Öle, Fette, Metallspäne,… werden durch die chem.Wirkung des Reinigungsmediums gelöst.
  • Durch mechanisch hervorgerufene Bewegungen des Bauteils im Tauchbad wird die Reinigungswirkung erhöht.
  • Unterstützende Verfahren: Ultraschall, Injektionsdruckflutreinigen
  • Anwendung: Setzware, Schüttgut, Einzelteile, Korbware usw.

Ultraschallreinigen

  • Werkstück wird in ein Reinigungsmedium (Wasser + Reinigungschemie) eingetaucht, welchem über Ultraschallschwinger Ultraschallwellen zugeführt werden
  • Hierbei wirkt der Effekt der Kavitation: Dampfblasen bilden sich aufgrund der Ultraschallwellen auf der Bauteiloberfläche, welche dann wieder zusammenfallen (implodieren) und somit die Verunreinigung lösen.
  • Der Kavitationseffekt ist dabei abhängig von der Anergie (Amplitude), der Frequenz der Schallwellen, und der Beschallungsdauer. Je nach Bauteil werden diese Parameter exakt aufeinander abgestimmt.
  • Anwendung: Komplexe und feinmechanische Bauteile mit hartknäckigen Verschmutzungen und höchsten Reinheitsanforderungen werden hier gereinigt.

Injektionsflutwaschen

  • Beim Injektionsflutwaschen wird das Werkstück mit dem Reinigungsmedium (Wasser + Chemie) in einer Reinigungskammer bzw. einem Reinigungsbad geflutet .
  • Gleichzeitig wird der gefluteten Kammer / Behälter ungezielt durch Düsen ein Förderstrom (Drücke bis 40 bar) hinzugefügt, welcher zu starken Strömungen und Turbulenzen im Medium führt
  • Diese wirken auf das Werkstück und entfernen auf dem Bauteil haftende Verschmutzungen.
  • Anwendung: Komplexe Bauteile mit schwer zu erreichenden Stellen

Hochdruckwasserstrahl-Entgraten

  • Je nach Bauteil wird ein Wasserstrahl mit einem Druck bis zu 2000 bar gezielt bzw. ungezielt beaufschlagt.
  • Die hohe kinetische Energie des Wasserstrahls führt zur Lösung der Grate, welche nach dem Bearbeitungsprozess des Bauteils noch in Form von lösbaren Graten auf dem Bauteil haften.
  • Anwendung: Entfernen von lösbaren Graten
  • Entgratung von Stellen, an denen andere Verfahren an technische oder wirtschaftliche Grenzen stoßen.

Kombiniertes Reinigen + Entgraten

  • Hochdruckwasserstrahlentgraten und Reinigen kann auch in einem Prozess erfolgen.
  • Dabei bewirkt die hohe kinetische Energie des Wasserstrahls die Ablösung der Grate, welche nach dem Bearbeitungsprozess des Bauteils noch in Form von lösbaren Graten an dem Bauteil haften.
  • Zusätzlich werden durch Einsatz geeigneter Reinigungsmedien und ggf. geringeren Drücken hartknäckige Verschmutzungen gelöst.
  • Anwendung: Bauteile für Dieseleinspritzanlage, Zylinderkopf, Pumpenkörper, Alu-Druckgussteile,…

Konservieren

Durch das Tauch- oder Spritzverfahren wird das Konservierungsmittel auf das Bauteil gebracht, um Rostbildung vorzubeugen.

Je nach Konservierungsmittel und Verfahren kann ein Rostschutz bis zu 2 Jahre zugesichert werden.

Bauteile: diverse Bauteile aus Stahl und Guss.